Windesheimer Kanoniker
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Kloster Marienwald in Frenswegen heute
Die ersten Häuser der Windesheimer Kanoniker entstanden aus dem Bedürfnis nach kirchenrechtlicher Sicherheit heraus, da der unsichere Status der Brüder vom Gemeinsamen Leben recht unsicher war und wiederholt angefeindet wurde. Die ersten Häuser entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts, als die Brüder vom Gemeinsamen Leben sich nach dem Tode Geert Grotes zur Realisierung des langgehegten Plans entschlossen, einen Klosterzweig zu gründen. Die vier ersten Kanonikerkonvente, Windesheim, Eemstein, Marienborn und Nieuwlicht, schlossen sich 1395 zusammen zum Kapitel von Windesheim. Der Prior von Windesheim wurde der algemeine Oberste des Kapitels, sein Kloster der Sitz des Kapitels. Jährlich fand eine Kapitelversammlung statt, an der alle Prioren der angeschlossenen Klöster teilnahmen. Das Kapitel hatte einheitliche Konstitutionen und eine einheitliche Liturgie. Das Kapitel von Windesheim breitete sich schnell aus, seinen grössten Umfang erreichte es 1511 mit 84 Männerklöstern und 13 Frauenklöstern. Für die Ausbreitung des Kapitels nach Osten, Deutschland, spielte das Kloster Marienwald in Frenswegen (Grafschaft Bentheim) eine wichtige Rolle. Es wurde zu einem der wichtigsten Klöster des Kapitels. Einer der berühmtesten Bewohner eines Windesheimer Klosters war Thomas a Kempis aus dem Kloster Agnietenberg bei Zwolle, dessen Name mit dem berühmtesten Werk aus Kreisen der Devotio moderna, De imitatione Christi (über die aNachfolge Christi) in Verbindung gebracht wird.
LiteraturDe Kruif, U. etc., Een klooster ontsloten. De kroniek van Sint-Agnietenberg bij Zwolle door Thomas van Kempen, in vertaling en met commentaar. Kampen 2000. S. van der Woude (Ed.), Acta Capituli Windeshemensis. Acta van de kapittelvergaderingen der Congregatie van Windesheim. 's-Gravenhage 1953 [Kerkhistorische Studies behorende bij het Nederlandsch Archief voor Kerkgeschiedenis VI)
zuletzt bearbeitet am 02-07-2011 Copyright © 2002-2003 U. Hascher-Burger. Alle Rechte vorbehalten. |