Heideklöster
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Lage der Heideklöster
Sechs Frauenklöster im Umkreis von Lüneburg, die "Lüneburger Frauenklöster" oder "Heideklöster" haben im 20. Jahrhundert bei Hymnologen und Kunsthistorikern wegen der aus ihnen erhaltenen Kunstschätze und Handschriften eine beachtliche Bekanntheit erlangt. Ursprünglich waren diese Gemeinschaften Zisterzienserinnenklöster und Benediktinerinnenklöster. Ihre Bewohnerinnen rekrutierten sich zum grossen Teil aus Lüneburger Patrizierfamilien. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unterzogen sie sich
zwangsweise der norddeutschen Klosterreform. Diese als Klosterreform
oder Windesheimer Reform bekannte Reformierung der Lüneburger
Frauenklöster darf den Bestrebungen des Windesheimer Kanonikers Johannes
Busch zugerechnet werden und Nur kurze Zeit nach der Klosterreform sahen sich die Konvente mit der
Reformation lutherischer Prägung einer erneuten Änderung ihres Nach der Reformation wurden die Klöster in evangelische Damenstifte umgewandelt, die bis heute von Äbtissinnen geleitet werden. Aus diesen Klöstern sind Handschriften und Handschriftenfragmente mit Notation aus dem 12. bis 16. Jahrhundert erhalten: vor allem Fragmente liturgischer Bücher, niederdeutsche Gebetbücher mit neumierten lateinischen und niederdeutschen Gesängen (Medingen). Diese Handschriften sind inventarisiert in Hascher-Burger, Verborgene Klänge. LiteraturHascher-Burger, Verborgene Klänge Hascher-Burger, Mittelalterliche Handschriften P. Bange, 'De hervorming van de Saksische vrouwenkloosters als verhaald door Johannes Busch in boek II van zijn Liber de reformatione monasteriorum', in:A. J. Hendrikman u.a., Windesheim 1395-1995. Kloosters, Teksten, Invloeden. Nijmegen 1996,S. 143-153.
zuletzt bearbeitet am 04-06-2011 Copyright © ab 2002 U. Hascher-Burger. Alle Rechte vorbehalten. |